. erste tasse . süchtling . bohnen werfen . saure milch . leidensgenossen . kaffeehaus . zucker .
Kartons, Kisten, Körbe, Säcke, Taschen, Truhen

Alles was nur irgendwie dazu zu missbrauchen ist Dinge von A nach B zu transportieren, wurde einbezogen.
Der Flur steht voll. Mein Schrank ist leer, das Zimmer zwar nicht wirklich, aber doch sehr karg gefüllt.
Und ich werde immer wehmütiger.
Zumindest würde ich das gerne sagen können. Aber ich bin ein emotional behinderter Mensch. Obwohl es mir schwer fällt Familie und Freunde zurückzulassen bin ich nicht dazu in der Lage ein... Gefühl darüber zu verspühren.
Ich bin wie taub, ausgelaugt. Abgestumpft?

Ich habe mich gestern um 19:30 auf den Weg in die Darmstädter Innenstadt gemacht, um dort um 20 Uhr meine Freunde zum einstweiligen Lebwohl zu treffen.
Sie waren alle furchtbar lieb, wie sie das ja schon immer waren. (Haben mir sogar u.a. einen Gutschein für eine Senseo-Kaffeemaschiene geschenkt, weil sie sich nicht sicher waren, ob ich nicht vllt. schon eine Möglichkeit habe mir einen Kaffee zuzubereiten Ganz nebenbei: Sind sie nicht süß? Sie fördern meine sucht!!)
Um 22:30 habe ich mich auf den Weg zu einer Freundin gemacht, um sie für den Musikpark abzuholen und dort dann wieder mit meinen Lieben zusammen zu treffen.

Gegen 3 Uhr morgens, nach jeder Menge Tequilla (8 Stück, sind für jemanden, der normalerweise gar keinen Alkohol trinkt nicht gerade wenig), kam dann die erste große Abschiedswelle (zuvor habe ich mich bereits von 3 Freundinnen verabschiedet, die nicht mit in die Disko wollten oder konnten). Fünf meiner liebsten Freunde wünschten mir viel Glück, Erfolg und Freude in München und sind daraufhin nach Hause gefahren.
Keine Tränen.
Das macht mich stolz, ich will nämlich nicht weinen. So manches weibliche Wesen, soll ja gut aussehen, wenn es weint: niedlich, schutzbedürftig, zart.
Ich sehe aus wie das Horror-Flick-Chick aus den schlechten Splatter-Filmen, bei der man schon beim ersten Auftreten weiß: die überlebt die erste Hälft des Films NICHT!
Also alles in allem: mitleiderregend, abschreckend, abstoßend.
Fazit: Besser keine Tränen.
Plan: Weiter feiern, nicht unterkriegen lassen. Party, party, party.

Morgens um 5 ist dann aber doch endlich sense. Vielleicht keine schlechte Entscheidung. Immerhin wird in wenigen Stunden die Ladung der Titanik aus meinem Zimmer nach Feldkirchen verfrachtet. Ohne Krahn. Den haben wir wohl vergessen zu mieten. Ohne Packesel. Der Letzte ist uns in einem unbedachten Moment abgehauen.
Zu Hause - was streng genommen nicht mehr mein zu Hause ist - angekommen kann ich nicht schlafen.
Es werden die Fotos des vorangegangenen Abend hochgeladen, denn wer weiß schon wann mein PC wieder Internet hat?
Alles erledigt.
Trotzdem kein Schlaf in Sicht. Weiteres Packen - macht gar keinen Spaß, alles scheiße. Beschluss: Ich bleibe hier.
Gedankenblitz: Geht ja gar nicht. Kaution bezahlt, Provision bezahlt, Möbel gekauft, 6.000 Euro "Schulden" gemacht. Hmm, wenn schon denn schon - umziehen ist vllt. doch keine schlecht Idee.
06:45 Weblog-Eintrag geschrieben. Immer noch nicht geschlafen.
Schlaf ist keine gute Option. Wenn ich jetzt ins Land der Träume gleite wache ich so schnell nicht mehr auf.
Alles nervt.
Habe hunger.
Bin müde.
Will Katerchen behalten.
Es ist schon hell draußen.
Fange an zu knurren.

Werde weiter einpacken, es dauert nicht mehr lange und meine Schwester muss aufstehen und zur Arbeit gehen. Will mich noch verabschieden, also anrufen, bei Omas und Tanten auch noch. Scheiße.

Bekomme vor lauter Unmut Pickel. Olé, olé jetzt weiß ich - es kann tatsächlich immer schlimmer kommen.
Super Aussichten.
Krieche vllt. doch lieber ins Bett und ziehe mir die Decke über den Kopf.
Oh verdammt! Das Bett muss auch noch auseinandergebaut werden.

Gott, ich hasse mein momentanes Leben.
15.8.08 06:51


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ich h a s s e es!!

Meine Mutter dreht mal wieder total durch. Ich hasse es, wenn sie sich selbst bemitleidet, weil ihr leben nicht so gelaufen ist, wie sie das gerne gehabt hätte. Sie wollte immer "eine ganz große Nummer" werden und weil sie das nicht geschafft hat (wie auch ohne irgendein besonderes Talent oder mit nicht-vorhandenem Durchhaltevermögen?) versinkt sie in ihrem Trott aus Beledidungen von Mitmenschen und dem Einreden von eigener Unschuld an den daraus entstehenden Situationen.
Es gibt viele verkrachte Existenzen, das weiß ich durchaus. Aber warum muss ausgerechnet meine Mutter sich so erbärmlich gegenüber ganz normalen Rückschlägen halten. Kaum kommt etwas einmal anders, als sie das will knickt sie ein und wird unausstehlich.
Wenn es nach ihr geht haben erst ihre Eltern den Fehler gemacht (nachdem ihre jüngere Schwester kam, war sie abgeschrieben. Das hässliche kleine Entlein gegenüber dem blond-gelocktem Engel) und danach mein Vater (gut, er hat wirklich viele falsche Entscheidungen getroffen und hat aus denen auch nicht das kleinste Bisschen gelernt, aber sie ist von ihm geschieden, seit Jahren schon. Was er tut sollte keine Auswirkungen mehr auf ihre Verfassung haben).

Ich bin froh, wenn ich mich nicht mehr täglich mit ihren Stimmungsschwankungen auseinandersetzen muss.
13.8.08 16:12


Quarkige Froschkönig-Überraschung

Meine Cousine ist ja so süß!
Weil die kleine weiß, dass ich den Froschkönig absolut liebe hat sie mir zum abschied einen dieser Frösche besorgt, die ins Wasser gestellt zu einem "Traumprinz" mutieren.
Den werde ich natürlich in ehren halten und nicht auflösen. Ich riskiere doch nicht den süßen Frosch für einen Prinzen.

Wenn ich so darüber nachdenke, es könnte auch sein, dass meine Cousine mich für einen so hoffnungslosen Fall auf dem Single-Markt hält, dass sie glaubt nur magische Intervention könne mich vor einem leben als alte Jungfer retten.

Wenn eine 13-jährige das von mir denken sollte, bin ich wohl wirklich schwer vermittelbar.

Toll!

Aber über den Froschkönig freu' ich mich trotzdem.
Jetzt habe ich schon ein Kissen, einen Ring, das Märchenbuch und eine Figur.

Wenn ich mal groß bin schreibe ich ein Kinderbuch über einen sprechenden Frosch. Die Idee an sich ist nicht neu.
Aber mein kleiner Quarker wird umwerfend niedlich sein, so dass alle darüber hinweg sehen werden.
12.8.08 22:55


Zucker-Schock

In meiner Rezpeteecke (ihr findet sie unter "Zucker") gibt es zwei neue Rezepte:

1. Himmlicher Himbeerquark
2. Stockbrot - Mini-Backofen-Brötchen
7.8.08 17:32


Ich bin nicht verschwenderisch / Es gibt immer 2 Seiten der Medaille

Nur kann ich mein Geld nicht bei mir behalten.
Ich bin mir aber mittlerweile ganz sicher, dass das nicht an mir, sondern an den Umständen liegt.
Es ist schließlich nicht meine Schuld, dass ich momentan in meine erste Wohnung ziehe und dringend eine "Erstausstattung" benötige.
Ebenso wenig kann ich etwas dafür, dass mein Vater morgen 51 wird.
Gut, eventuell kann ich etwas dafür, dass ich mit einer Karte für Battle of Trash gesündigt habe. Aber an für sich, ist es Tamtams Schuld - sie hat mir davon erzählt.

Und immerhin habe ich meine Schwester noch nicht um Geld gebeten um mir dieses echt tolle Shirt von meinem neuen Lieblings Label zu kaufen.
Es juckt mich zwar praktisch in den Fingern, aber ich habe es noch nicht getan.
Ich bin eben doch nicht so verschwenderisch wie in annahm. (Zumindest würde ich das gerne glauben)

Himmel, in einer Woche sind meine Tage hier im schönen Darmstadt gezählt. Am achten Tag ziehe ich in die große weite Welt hinaus. Alleine. Nach München!
Ich hasse es.
Ich will hier bleiben.


Warum muss mein Traumjob auch so wichtig für mich sein? Und warum zum Geier muss ich dafür nach München? Könnte Random House nicht vielleicht eine Zweigstelle in Frankfurt eröffnen?

Andererseits ist es toll auszuziehen, die Welt zu entdecken. Alleine, auf eigenen Beinen stehend.
Weit weg von den täglichen Ärgernissen in und wegen meiner Familie.

Tja, es gibt eben immer zwei Seiten einer Medaille.
Mal sehen welche bei meinem metaphorisch-realen Münzwurf die Oberhand sein wird.
7.8.08 16:58


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